Handel am Devisenmarkt

Basiswissen und Fakten für den Handel am Devisenmarkt

Um zu verstehen was man als Trader eigentlich für Volumina an den Finanzmärkten bewegt, ist es wichtig Kenntnis darüber zu haben, wie sich die Einheiten die uns als Händler an der Börse zur Verfügung stehen zusammensetzen.

Jeder hat schon einmal von der Börse gehört und das Erste was man mit ihr in Verbindung setzt sind Aktien. In diesem Falle ist die Zusammensetzung auch relativ leicht, denn Käufer A kauft von einem Unternehmen B eine Aktie zum Wert C. Allerdings gibt es auch Andere Märkte, wie z.B. den Devisenmarkt. An genanntem Markt ist es dem Trader möglich Währungspaare zu handeln. Im Prinzip ist das nichts anderes als würde man mit einem Betrag X zur Wechselstube gehen und diesen dann in US Dollar oder Pfund Sterling tauschen. Was passiert nun in der Regel wenn man das tut? man kommt mit weniger Geld aus der Stube als man anfangs in der Tasche hatte. Was verständlich ist, da eine Wechselstube schließlich laufende Kosten hat die gedeckt werden müssen. Im genannten Beispiel hat man auch lediglich Geld getauscht und nicht damit gehandelt. Ein Handel setzt voraus, dass man mit Betrag X zur Stube geht, diesen dann in beliebige Währung Y tauscht, um ihn dann idealerweise gewinnbringend wieder in die Ausgangswährung zu wechseln. Um das allerdings zu tun, muss man erstens eine beträchtliche Summe zum Tauschen zur Verfügung haben und zweitens die Rückabwicklung zu einem besseren Wechselkurs vornehmen, der die Gebühren der Wechselstube deckt. Das kann unter Umständen äußerst lukrativ sein und aus diesem Grunde war der Handel mit Devisen, also Währungen, lange zeit ausschließlich den Banken untereinander vergönnt.

Der Forex Markt, wie der Devisenmarkt auch genannt wird, wurde freundlicherweise der Allgemeinheit zugängig gemacht und somit kann auch der Ottonormalverbraucher am Markt sein, ohne zur Wechselstube rennen zu müssen.

Gehandelt wird am Devisenmarkt in sogenannten LOT Größen, wobei der Broker des Vertrauens in der Regel auch Mini- und Microlots anbietet (1.0 = Lot; 0.1 = Mini; 0.01 = Micro).

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

1 Lot entspricht einem Gegenwert von 100.000 Einheiten der Basiswährung

0.1 Lot = 10.000 Einheiten

0.01 Lot = 1.000 Einheiten

Die Basiswährung ist jene, die als Erste im Währungspaar genannt wird. Am Beispiel des EUR/USD wäre es hier also der Euro.

Handele ich nun über meinen Broker 1 Lot auf steigende Preise, dann Finanziert er mir diese 100.000 € und ich kaufe zu diesem Wert den Dollar ein. Bewegt sich der Kurs nun um einen Pip zu meinen Gunsten, steigt der Wert um 10 € und Umgekehrt. Verkaufe ich nun meine Position, erziele ich einen Bruttogewinn von 10 €. Hinzu kommen allerdings die Kosten für den Broker die sich in der Regel aus der Differenz des Geld- und Briefkurses zusammensetzen (Spread), täglich anfallender Finanzierungskosten sofern man die Position länger als einen Tag hält (swap) und der Währungsbereinigung. Je nach gehandeltem Währungspaar und wie Risikoreich dieses ist, kann der Spread schonmal 10 oder mehr Pips betragen. Bei einem Mini ist jede Pip Bewegung = 1 € und bei einem Micro 0,1 €. Man sollte die gehandelten Lotgrößen also immer seiner Kontogröße anpassen. Bei Minis und Micros fällt der Gewinn natürlich geringer aus, aber umso geringer ist auch das Verlustrisiko.

Was ist ein Pip? Bleiben wir beim EUR/USD. Der Kurs mag zum Beispiel bei 1,11142 stehen. Heißt also das 1 € = 1,1114(2) $ sind. Die letzte Ziffer dürfte es eigentlich gar nicht geben, weshalb ich sie in Klammern gesetzt habe. Sie wurde eingeführt um den Kurs noch genauer abrechnen zu können, hat aber auch dementsprechende Auswirkungen auf dein Trading. Verändert sich nun der Kurs zu 1,11152, hat eine Kursveränderung von 1 Pip stattgefunden.